“Der weibliche Körper, seine Bewegung und Abstraktion ist das
wesentliche Thema im Werk der Künstlerin. Aber auch Blumen
und Pflanzen aus ihrem Garten dienen zur Inspiration. Ihr krea-
tiver Antrieb ist von der schöpferischen Kraft der Natur bestimmt,
näher aber von der sinnlich-erotischen Ausstrahlung, die von
ihren Motiven abstrahlt. Claudius fängt diese Auren auf, ihr Blick
geht in die Tiefe, ist analytisch auf den Prozess des Lebens gerich-
tet, der auf Fortpflanzung drängt und bisweilen Schönheit kreiert.”
Arno Sann
Line Claudius, in Hamburg geboren und seit 1986 in Berlin
lebend und arbeitend, begann mit Malerei, Druckgrafiken und
Installationen bei Bärbel Rothhaar und Brigitte Waldach.
Ein intensives Erlebnis zwang sie schließlich zu einer gründ-
lichen Reflexion ihrer Arbeit, an deren Ende eine Zäsur stand
und ihr Weg als Bildhauerin begann. Die Gipsabformerei der
Staatlichen Museen zu Berlin, carving-workshops bei Amy Brier
und Gabriele Putzmann (“Großplastiken in Ton”, “Rakubrand”)
sind weitere Stationen der Ausbildung.
aus: Arno Sann,
‚Neueste Arbeiten aus Alabaster und Tuffstein’, Text zur
Ausstellung in der Galerie bauchhund salonlabor, Dez07/Jan08

