Rainer Wieczorek
 
geboren 1956, Bährliner Arbeiter an der Kunst

 
E-Mail:   wieczorek.rainer@web.de
Internet: www.rainerWieczorek.de
          www.KUNSTdemokratie.de

 
 
 
 


 
“Wissen sie, Berlin hat seine Künstler noch nie gut behandelt,
vor allem die, die diese Stadt ihren Sog auf die Welt verdanken.
Oh, ich vergaß die Akademiker, unsere langweiligen Beamten-
maler und ihren Sold mit Ortszuschlag! Sehr üppig hier alles,
und nie genug. Ja, ja, und die Philharmoniker! Festeinstellung,
auch fern meiner Prekariereinnahmen. Meine Malerei kommt
aus Kellern und unbeheizten Buden. Selbst hier wird’s immer
dünner, der Jetset braucht Platz und die großen Tinnefsammler
noch mehr. Auch mag mich mancher nicht mehr kennen, denn
ich beleidige das Geld. Ach liebe Perlendame mit bedeutungs-
vollem Gatten, mir geht’s ausschließlich um die Kunst und ein
gutes Benehmen zu jedem und jeder, die hier kraucht und deren
graden Buckel. Und dann ist da eine Phantasie die Wirich trei-
ben in eine unverstandene Welt, ins wildere, ins bessere, ins
Wunderland. Ichwir entfliehen aus dieser Banalität des Tatsäch-
lichen, blutbeschmiert, schmerztriefend, aber auch fett und kle-
bend. Und wenn ich Kapitalismus hör wird mir ganz übel, auch
wenn ich lachen kann, da ich es verstehe eine Kartoffelschale
schale ganz exklusiv zu kochen. Dennoch seid ihr Schnellgier-
haie entsetzlich dumm, denn ihr gefährdet die Harmonie für eure
Kinder, aber auch die eurige. Und das ganz große Geld für
alle, dazu fehlt der Plan, es zu verdienen. Dann prügelt euch, ich
geh derweilen spazieren auf meinen Linien, hinein in die Form,
verschwinde in der Phantasie. Schnappt euch aus den Impulsen
zugeworfener Wörter Gehalte für ein Leben jenseits sklavischer
Verharrung. Adieu.”
 
Rainer Wieczorek, Bährlin 5.3.2009
 
 
 
1964-1980 Erste malerischen Versuche und Selbstfindung,
1970 Graffiti und Teerlinie im Öffentlichen Raum,
seit 1978 Schreiben, seit 1981 Kontinuierliche Arbeit an
der Malerei und der Zeichnung, seit 1982 Fotografie und
Integration der Fotografie in die Malerei.
Seit 1983 Beginn mit der Arbeit am Dreidimensionalen,
vorwiegend in der Technik der Assemblage - eine intensive
Ausstellungstätigkeit beginnt.
 
Seit 1985 Konzeption “Der Streikposten”. Ein Großteil der
laufenden Kunstproduktion wird verpackt und ist vorerst
für das Publikum bis 2010 nicht rezitierbar, einige Ver-
epackungen bis 2025. Ebenfalls Theorie/Aktion und Produkte
zur sozialen Lage von Bildenden Künstlern entstehen.
Seit 1988 Öffentlichkeitsarbeit zu Themen aus Politik und
seit 1988 Öffentlichkeitsarbeit zu Themen aus Politik und
Gesellschaft mit Mitteln der Subkultur.
 
Seit 1992 Eine intensive Fernseh und Videoarbeit beginnt:
“Der Video Bär”. Musik, Ton und Fluxus werden ins Werk
integriert. Die Zusammenarbeit mit Künstlern aus anderen
Sparten beginnt. Die soziokulturelle Arbeit mit dem Reper-
toire der Bildenden Kunst beginnt. Erste Performance mit
Sonja Romeis. Seit 1993 Öffentliche Mal- und Zeichen-
aktionen, seit 1994 Studium des Dadaismus und seine Fort-
führung, seit 1996 “Edition Wieczorek” - Produktion von
Künstlerbüchern beginnt.
 
Seit 1997 Produktion von Keramik beginnt - Gruppenarbeit
mit Bildenden Künstlern beginnt in der Zielsetzung gemein-
samer Kunstproduktion.
 
Seit 1999 Neue Collagetechnik kreiert: Computerausdruck,
Kopiervorlagen und Handzeichnung werden eine Einheit,
seit 2001 Produktion von Super-8-Filmen beginnt.
 
Seit 2002 Fluxuskonzerte.
 
Seit 2003 Vorträge und Performance/Vorträge zu Kunst und
Gesellschaft beginnt.
 
Seit 2004 Projekte, “Rainer-Art-Events”, Workshops, Dienste.
seit 2005 Gründung “Club des Maezenas” (Förder-Stiftungskon-
zept),” Auflösung 2010, im gleichen Jahr Gründung der
“Produzentengalerie Rainer Wieczorek”, Öffentlicher Jahres-
brief an die Politik, fortlaufend.
 
Seit 2006 Stiftungsvorbereitung “KUNSTdemokratie”, Gründung
im Jahre 2010. Bis 2008 85 Gruppenausstellungen und 89 Ein-
zelausstellungen, Berlin bis europaweit eher außerhalb des
etablierten Kontextes.
 
 

 
 

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